Die Aufgabenstellung für ein Diorama, das die Firma " dentona®", einer der führenden Spezialgipshersteller, bei mir in Auftrag gab lautete: Die Gipssorten
Da das Spektrum und die Einsatzmöglichkeit im Modellbaubereich sehr vielfältig sind, variieren auch die Ansprüche an die verwendeten Gipse. Es ergibt sich nach einer ausführlichen Testreihe, dass diese acht aufgeführten Gipssorten eine optimale Produktpalette für alle Bereiche des Modellbaues, des Weiteren für vielfältige Anwendungen artverwandter Gipsarbeiten, wie z.B. Formenguss sind.
Die Firma dentona® AG stellt seit 25 Jahren hochprofessionelle Dentalgipse her. Der Vertrieb erfolgt über verschiedene Partner weltweit. (Um mit den oben aufgeführten Gipsprodukten im Modellbaubereich zu überzeugen, sollte auch ein dementsprechendes Präsentationsobjekt für Messepräsentationen vorhanden sein.)
Für die Präsentation auf Modellbaumessen erstellte ich der Firma dentona® ein Großdiorama mit den Maßen: 2,70 x 0,60 x 0,50 cm
Als Thema für das Diorama wählte ich eine mittelalterliche Befestigungsanlage in einer bergigen Landschaft aus.
Da dieses Projekt auf verschiedenen Modellbaumessen von der Firma dentona zur Präsentation ihrer Gipsprodukte verwendet werden soll, musste ich auf gewichtreduziertes Bauen achten, so dass dieses Objekt zum Transport nicht zu schwer wird. Gleichzeitig musste genug Stabilität für einen verwindungsfreien Transport sichergestellt werden.
Der Rahmenbau entstand daher in Mischbauweise mit verschiedenen Holzarten. Überwiegend aber Sperrholz. Der Grundaufbau der Landschaft erfolgte mit Styropor und einem feinmaschigen Alugewebe.
Auf diesem Objekt ist die Gipsdarstellung von links anfangend in einer schlichten und den Originalfarben der verschiedenen Gipssorten entsprechende Landschaft dargestellt. Auch die Mauern und Türme der Befestigungsanlage sind dementsprechend gestaltet
Die in verschiedenen Stärken und Formen eingearbeiteten Gipse im linken bis mittleren Bereich des Diorama, zeigen dem Betrachter die vielfältigen Anwendungsbeispiele dieser dentona®-Gipseauf. Dieses ist dokumentiert durch eingearbeitete Bezeichnungsschilder an den dementsprechenden Stellen. Auch das Mauerwerk mit den Wachtürmen zeigen dem Betrachter verschiedene Bearbeitungstechniken an.
Gipsauftrag
Grundeinfärbung der Landschaft und der Gipsabgüsse.
Diese Darstellung verläuft fließend von dem linken Diorama - Teil bis in den mittleren Bereich. Der mittlere Bereich wurde landschaftsmäßig eingefärbt. Die Mauern und Wachtürme mit Zinnen ausgearbeitet, in verfallendem Stil bearbeitet und eingefärbt. Auch beginnt im mittleren Teil die Ausgestaltung des Bodenbewuchses mit Wildgräsern, Unkräutern, Büschen und Bäumen.
Als Akzent zur Auflockerung des linken Teiles baute ich einen kleinen Tümpel im Vordergrund ein. (Hier quaken Frösche und singen Vögel) Natürlich hört man dieses durch einen eingebauten, selbst bei sorgfältigster Suche unauffindbaren Lautsprecher am Tümpel. Diesen Tümpel mit dem nahen Umfeld gestaltete ich mit Buschwerk, Bäumen und Unkrautbewuchs voll aus. Die Wasserdarstellung habe ich mit Gießharz nachgestellt.
Spezielles Gießharz kam auch im voll ausgestalteten rechten Diorama-Teil zur Verarbeitung. Durch eine Schlucht verläuft ein Wildbach, der über eine Wassertreppe in einem fiktiven See endet.
Eine Höhle und ein Bergüberhang in diesem Bergzug runden den Eindruck einer zerklüfteten Berglandschaft ab. Dass ein kleines Viadukt über den Wildbach führt, hinterlässt beim Betrachter eine überzeugende Tiefenwirkung.
Oben auf diesem Bergzug befindet sich eine verfallene Burgruine, die von der Natur voll in Besitz genommen wurde.
Vom restaurierten, verschlossenen Eingangstor zur Burganlage führt ein Weg über das Kleinviadukt zur Burgruine.
Hierhin begeben sich durch eine Lücke in der Befestigungsanlage ein paar Spaziergänger, um die Aussicht von oben zu genießen. Ein Wanderer, der sich auf einem kleinen Steg über dem Wildbach ausruht, möchte die naheliegende Höhle erkunden
In diesem Bereich des Dioramas ist auch ein Lautsprecher eingebaut. Hier ist eine Vielfallt von Waldgeräuschen zu hören. Vogelgezwitscher, hin und wieder meldet sich ein Kuckuck und das Wildbachrauschen ist selbstverständlich ebenfalls zu vernehmen, es soll schließlich alles authentisch wirken.
Der Eindruck der Geräuschkulisse auf diesem Diorama wird durch den Einbau eines Subwoofers in der Transportkiste verstärkt. Ebenfalls ist verdeckt in dieser Transportkiste die Bedientechnik für die Geräuschkulisse, die über einen Mp3-Player abgerufen werden kann, eingebaut. Die Töne liegen als Mp3-Files vor, die auf eine Mini-CD gespeichert wurden. Ich wählte die CD aus dem Grund einer auch Laien ohne große Programmierkenntnisse möglichen Datensicherung (Kopierfähigkeit). Das MP3-Format wurde gewählt, damit eine andauernde Beschallung ohne permanenten Bedienanspruch möglich ist (normale CD ca. 75 min, MP3-Mini(!)-CD mehr als 4 Stunden Spieldauer). Eine Hörprobe der Soundkulisse können Sie sich im Ordner Technik anhören.
Dass die Transportkiste gleichzeitig als Standplatz für das Diorama dient, ist für den Messeaufbau sehr von Vorteil, weil dadurch eine Aufstellkonstruktion für das Großdiorama entfällt. Weiter bietet sich diese Konstruktion als Erweiterung des auf allen Messen knapp bemessenen Stauraumes an.
Alles in allem ist auf diesem Diorama überzeugend der Einsatz von dentona – Gipsen mit den dazugehörigenden Bearbeitungsmöglichkeiten dargestellt